Thema
Gedichte über Trost und Hoffnung – 42 vollständige Texte
Hier stehen 42 Gedichte, die von Trost und von Hoffnung handeln – das kürzeste vier Zeilen lang, das längste 128, in der Mitte 30. Jeder Text ist vollständig, jeder gemeinfrei, jeder mit Verfasser, Druckjahr und der Ausgabe versehen, aus der er übernommen wurde. Wer für eine Karte, eine Traueranzeige oder eine Ansprache sucht, achtet in der Liste unten am besten zuerst auf die Zeilenzahl.
42 Gedichte von 22 Verfasserinnen und Verfassern · davon 9 mit höchstens 12 Zeilen
Alle Gedichte: Trost und Hoffnung
Zuerst die Gedichte, die das Stichwort schon im Titel tragen, danach die kürzeren vor den längeren. Jede Zeilenzahl ist gezählt.
- TrostGottfried August Bürger · 4 Zeilen
- Trost der TrennungFriederike Brun · 5 Zeilen
- HoffnungJohann Wolfgang von Goethe · 6 Zeilen
- Liebe und HoffnungKarl Streckfuß · 6 Zeilen
- TrostJoachim Ringelnatz · 8 Zeilen
- TrostFrank Wedekind · 12 Zeilen
- TrostTheodor Fontane · 12 Zeilen
- Trost an eine MutterJoachim Ringelnatz · 12 Zeilen
- Der Mut der reifen JugendJoachim Ringelnatz · 16 Zeilen
- TrostGustav Schwab · 16 Zeilen
- HoffnungErich Mühsam · 21 Zeilen
- Zum TrostRudolf Lavant · 56 Zeilen
- Griechenlands HoffnungGustav Schwab · 63 Zeilen
- Klage um den WeinOtfried Krzyzanowski · 8 Zeilen
- UnmutOtfried Krzyzanowski · 13 Zeilen
- Der ApfelgartenRainer Maria Rilke · 17 Zeilen
- MagnificatRainer Maria Rilke · 17 Zeilen
- Der SelbstmordChristian Fürchtegott Gellert · 20 Zeilen
- Heißer WunschRudolf Lavant · 20 Zeilen
- Ich hab in einem alten Buch gelesenWilhelm Busch · 23 Zeilen
- Treuer TodTheodor Körner · 24 Zeilen
- „Kein Meister ist vom Himmel noch gefallen!“Rudolf Lavant · 25 Zeilen
- Mater dolorosaRudolf Lavant · 29 Zeilen
- EnttäuschungFrank Wedekind · 30 Zeilen
- Lied des vogelfreien DichtersRichard Dehmel · 31 Zeilen
- PhilisterangstRudolf Lavant · 32 Zeilen
- Zum ewigen FriedenKarl Kraus · 32 Zeilen
- Weihe zu den 1868 erschienenen GedichtenLouise Otto-Peters · 40 Zeilen
- Zum 17. Februar 1822Gustav Schwab · 40 Zeilen
- FragmentPaul Haller · 45 Zeilen
- Die FrauHeinrich Kämpchen · 48 Zeilen
- Unser WeihnachtsbaumRudolf Lavant · 48 Zeilen
- Aus einer NachtOtto Ernst · 52 Zeilen
- Zum Fest der Arbeit.Rudolf Lavant · 57 Zeilen
- SchillerOtto Ernst · 64 Zeilen
- Schleswigs Ostertag 1848Theodor Fontane · 66 Zeilen
- WohlaufLouise Otto-Peters · 75 Zeilen
- CrimmitschauRudolf Lavant · 81 Zeilen
- Der Quitzow’en Fall und UntergangTheodor Fontane · 100 Zeilen
- PhantasieengemäldeKarl Streckfuß · 104 Zeilen
- Das Gesicht der WahrheitOtto Ernst · 116 Zeilen
- BeethovenFranz Grillparzer · 128 Zeilen
Was in diesem Bestand steht und wie man daraus auswählt
Der Bestand zählt 42 Gedichte von 22 Verfasserinnen und Verfassern. Am häufigsten steht Rudolf Lavant hier, mit acht Texten; je drei kommen von Theodor Fontane, Joachim Ringelnatz, Gustav Schwab und Otto Ernst, je zwei von Karl Streckfuß, Otfried Krzyzanowski, Frank Wedekind, Rainer Maria Rilke und Louise Otto-Peters. Zwölf weitere sind mit je einem Gedicht vertreten, darunter Johann Wolfgang von Goethe, Franz Grillparzer und Friederike Brun. Die Zuordnung zu Trost und Hoffnung stammt nicht aus den Druckausgaben, sondern aus den Wörtern der Gedichte selbst; sie ist die Ordnung dieser Sammlung und nichts weiter.
Die Längen gehen weit auseinander: vier Zeilen am unteren Ende, 128 am oberen, 30 in der Mitte. Neun Gedichte bleiben bei höchstens zwölf Zeilen, sieben liegen zwischen 13 und 20, elf zwischen 21 und 40, zehn zwischen 41 und 80, fünf haben mehr als achtzig Zeilen. Genau ein Text kommt mit vier Zeilen aus. Für die Auswahl ist das die brauchbarste Angabe: Vier bis zwölf Zeilen passen auf eine Karte und lassen sich auswendig sprechen, zwanzig bis vierzig tragen einen Moment in einer Ansprache, und alles jenseits von achtzig Zeilen übernimmt die Rede, statt sie zu ergänzen.
Am kürzesten Ende steht „Trost“ von Gottfried August Bürger, vier Zeilen, gedruckt 1789, beginnend mit „Wann dich die Lästerzunge sticht,“. Fünf Zeilen hat „Trost der Trennung“ von Friederike Brun aus dem Jahr 1795, das mit dem Anruf „Trennung! Du fernst uns nicht mehr,“ einsetzt. Sechs Zeilen misst Johann Wolfgang von Goethes „Hoffnung“, Druck 1827, erste Zeile „Schaff, das Tagwerk meiner Hände,“; ebenso viele hat Karl Streckfuß’ „Liebe und Hoffnung“ von 1804. Acht Zeilen haben Joachim Ringelnatz’ „Trost“ von 1910 und Otfried Krzyzanowskis „Klage um den Wein“ von 1919. Diese sechs Stücke lassen sich vollständig auf eine Karte schreiben, ohne dass etwas gekürzt werden muss.
Genau zwölf Zeilen haben drei Gedichte: Theodor Fontanes „Trost“ von 1905 mit der Zeile „Tröste dich, die Stunden eilen,“, Frank Wedekinds gleichnamiges „Trost“ aus demselben Druckjahr, das mit „Der Tod kommt bald und sicher,“ beginnt, und Joachim Ringelnatz’ „Trost an eine Mutter“ von 1933, dessen erste Zeile „Starb dein Kind. Nun weine!“ lautet. Überhaupt tragen fünf Gedichte dieses Stichworts denselben Titel „Trost“: neben denen von Fontane und Wedekind noch Gottfried August Bürgers Vierzeiler von 1789, ein Achtzeiler von Ringelnatz aus dem Druck von 1910 und Gustav Schwabs sechzehn Zeilen von 1828, die mit „Wie ist sie mir erschienen,“ anheben. Der Titel unterscheidet sie nicht – Verfasser, Druckjahr und Zeilenzahl tun es.
Fünf Gedichte überschreiten achtzig Zeilen. Franz Grillparzers „Beethoven“, hier nach einem Druck von 1932, ist mit 128 Zeilen das längste; seine erste gedruckte Zeile ist kein Vers, sondern die Angabe „[Gestorben am 26. März 1827.]“. Es folgen Otto Ernsts „Das Gesicht der Wahrheit“ mit 116 Zeilen (1907), Karl Streckfuß’ „Phantasieengemälde“ mit 104 Zeilen (1804), das mit „Im Mondenschein, der was das Herz verborgen,“ einsetzt, Theodor Fontanes „Der Quitzow’en Fall und Untergang“ mit 100 Zeilen (1905) und Rudolf Lavants „Crimmitschau“ mit 81 Zeilen von 1903, dessen erste Zeile fragt: „Wird es Euch nun allmählich klar,“.
Der älteste Druck dieses Stichworts stammt von 1769, der jüngste von 1965. Am dichtesten besetzt sind die Jahre 1900 bis 1909 mit zehn Gedichten, danach 1910 bis 1919 mit sechs und 1890 bis 1899 mit fünf; aus den 1830er bis 1870er Jahren steht hier kein einziger Druck. Vier Gedichte tragen ein Druckjahr aus den 1960er Jahren – drei von Rudolf Lavant, eines von Wilhelm Busch. Gemeint ist damit stets die Ausgabe, aus der der Text übernommen wurde, nicht das Jahr der Entstehung. Wer datiert zitiert, schreibt deshalb besser „Druck 1965“ als eine nackte Jahreszahl.
Bei mehreren Texten ist die erste gedruckte Zeile eine Angabe aus der Ausgabe und kein Vers. Erich Mühsams „Hoffnung“ von 1920 beginnt mit der Jahreszahl „1910“, Rainer Maria Rilkes „Der Apfelgarten“ von 1918 mit dem Ortsnamen „BORGEBY-GARD“, Richard Dehmels „Lied des vogelfreien Dichters“ von 1893 mit dem Hinweis „Nach François Villon.“ und Frank Wedekinds „Enttäuschung“ von 1905 mit der Ziffer „I.“. Ein verwandter Fall ist Karl Streckfuß’ Gedicht: Es steht unter dem Titel „Liebe und Hoffnung“, seine erste Zeile lautet aber „Lieb’ und Hoffnung, wie oft habt ihr mich grausam betrogen,“. Die verkürzte Form gehört in den Vers, nicht in die Titelangabe.
Manchmal passt nur eine Strophe. Das ist erlaubt und oft die bessere Wahl, sofern man es kenntlich macht: „Erste Strophe aus …“ oder „Strophe 2 von 4“. Wer aus einem Gedicht von 104 oder 128 Zeilen acht Zeilen herausnimmt und sie ohne Hinweis setzt, gibt einen Ausschnitt als Ganzes aus. Wird mitten im Satz gekürzt, sollte die Auslassung als … stehen bleiben. Und wer vorträgt, liest den Text vorher ganz: Otfried Krzyzanowskis „Unmut“ von 1919, dreizehn Zeilen, beginnt mit „Spart euch den Trost! Der Wahnsinn ist“ – ob er zu einer Trauerfeier passt, zeigen erst die zwölf Zeilen danach.
Die Verfasserinnen und Verfasser dieser Seite sind sämtlich seit mindestens siebzig vollen Kalenderjahren tot; das Urheberrecht an ihren Texten ist nach § 64 in Verbindung mit § 69 UrhG erloschen. Abschreiben, drucken, vertonen, in ein Programmheft setzen, verkaufen: alles ohne Anfrage und ohne Gebühr. Zwei Dinge bleiben davon unberührt. Übersetzungen und neuere Bearbeitungen sind eigene Werke und können weiterhin geschützt sein (§ 3 UrhG). Und eine Quellenangabe ist zwar keine Pflicht mehr, aber gute Praxis; Verfasser, Titel und Druckjahr reichen dafür aus, etwa so: Theodor Fontane, „Trost“, Druck 1905.