Trost
Gustav Schwab · 1792–1850
16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1828
Wie ist sie mir erschienen,So bleich, so lieb im Traum!So ernster edler MienenSah ich sie wachend kaum.
Einst wird sie wiederkommenSo himmlisch hell und gut,Im Himmel aller Frommen,In höh’rer Liebesgluth.
Was ist’s, wenn sie im LebenVon mir gewendet geht?Ich will ihr gern vergeben,Daß sie mich nicht versteht:
Besucht sie nur in TräumenMich noch auf dieser Welt,Ist nur in HimmelsräumenEin Haus für uns bestellt!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte. 1. Band, S. 56, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Trost (Schwab)“, Fassung 2.353.106 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.