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Versbuch

Quellen und Gemeinfreiheit

4.865 Gedichte, 4.865 benannte Fassungen, 3.933 gedruckte Ausgaben — und die Gründe, aus denen wir sie veröffentlichen dürfen.

Woher die Texte stammen

Jedes Gedicht auf dieser Seite wurde aus de.wikisource.org übernommen, und zwar aus einerbestimmten Fassung: der Link auf jeder Gedichtseite trägt eine Versionsnummer und zeigt genau den Stand, aus dem der Text hier stammt. Wikisource schreibt Texte aus gedruckten Ausgaben ab und liest sie gegen den Scan Korrektur; wir haben nur Seiten übernommen, deren Bearbeitungsstand dort „fertig“ oder „korrigiert“ lautet. Welche Druckausgabe dahintersteht, steht auf jeder Gedichtseite mit Verlag, Ort, Jahr und meist auch Seitenzahl.

Der Text wird nicht bearbeitet. Was in der Vorlage steht, steht hier: alte Rechtschreibung, barocke Orthographie, Sperrschrift, ungewohnte Zeichensetzung. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in aller Regel keiner.

Was nicht übernommen wird, sind die Zutaten der Quelle: Seitenzahlen des Scans, Zeilenzähler, Anmerkungen der Wikisource-Bearbeiterinnen und -Bearbeiter, Korrekturhinweise. Diese Elemente sind dort als solche ausgezeichnet und werden anhand dieser Auszeichnung entfernt. Trifft die Verarbeitung auf eine Auszeichnung, die sie nicht kennt, wird das Gedicht nicht übernommen, statt es zu raten.

Warum die Gedichte frei sind

Gemeinfrei. Jeder Verfasser, dessen Gedichte hier stehen, ist seit mindestens siebzig vollen Kalenderjahren tot (§ 64 in Verbindung mit § 69 UrhG); das Sterbejahr ist für jeden einzeln aus seinem Datensatz in der Gemeinsamen Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek belegt, und der Build bricht ab, wenn die Frist eines Verfassers noch läuft. Die Abschrift selbst begründet kein eigenes Recht: sie gibt eine gedruckte Seite getreu wieder und ist damit keine persönliche geistige Schöpfung im Sinne von § 2 Abs. 2 UrhG und auch keine wissenschaftliche Ausgabe im Sinne von § 70 UrhG.

Die beiden Vorschriften im Wortlaut: § 64 UrhG („Das Urheberrecht erlischt siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers.“) und § 69 UrhG („Die Fristen der Schutzdauer beginnen mit dem Ablauf des Kalenderjahrs, in dem das für den Beginn der Frist maßgebende Ereignis eingetreten ist.“). Zusammen heißt das: ein Werk ist ab dem 1. Januar des Jahres frei, das auf das siebzigste Jahr nach dem Tod folgt.

Das Sterbejahr ist für jede Verfasserin und jeden Verfasser einzeln belegt, und zwar aus der Gemeinsamen Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek. Auf jeder Autorenseite steht der Link auf den Datensatz, aus dem die Angabe stammt. Wir nennen kein Jahr, das wir nicht dort gelesen haben.

Warum keine Übersetzungen

Eine Übersetzung ist nach § 3 UrhG ein eigenständig geschütztes Werk mit einer eigenen Frist, die vom Tod der Übersetzerin oder des Übersetzers an läuft. Ein gemeinfreier Dichter in einer geschützten Übertragung ist deshalb nicht frei. Diese Sammlung enthält daher ausschließlich deutschsprachige Originale; 397 Wikisource-Seiten wurden allein deshalb nicht übernommen, weil ihre Angaben eine Übersetzerin, einen Übersetzer oder einen fremdsprachigen Originaltitel nennen.

Wer hier fehlt, und warum

Einige der bekanntesten deutschen Gedichte des zwanzigsten Jahrhunderts sind hier nicht zu finden, und das ist kein Versehen. Bei den folgenden Verfasserinnen und Verfassern läuft die Schutzfrist noch. Die Jahreszahl ist der 1. Januar, ab dem ihr Werk gemeinfrei wird; sie ergibt sich aus dem Sterbejahr und den beiden oben genannten Paragraphen.

Verfassergestorbenfrei ab
Bertolt Brecht19562027
Hermann Hesse19622033
Paul Celan19702041
Nelly Sachs19702041
Ingeborg Bachmann19732044
Erich Kästner19742045
Mascha Kaléko19752046
Eugen Roth19762047
Heinz Erhardt19792050
Erich Fried19882059
Rose Ausländer19882059
James Krüss19972068
Josef Guggenmos20032074
Hilde Domin20062077
Till Lindemann— lebt
Julia Engelmann— lebt

Diese Namen werden im Durchschnitt 34.720 Mal im Monat gesucht. Wir könnten die Gedichte nicht zeigen, ohne fremde Rechte zu verletzen, und tun es deshalb nicht. Bei einigen ist es eine Frage von Monaten: Bertolt Brecht starb 1956, seine Werke sind ab dem 1. Januar 2027 frei.

Ein Name aus derselben Liste fehlt auch in dieser Tabelle: Zu ihm ließ sich kein eindeutiger Personendatensatz finden, und ohne belegtes Sterbejahr lässt sich nichts berechnen. Wer nicht identifizierbar ist, kann auch nicht freigegeben werden.

Was wir nicht behaupten

Wir sind keine wissenschaftliche Ausgabe und geben keine Textkritik. Wir haben die Abschriften nicht gegen die gedruckten Originale nachgeprüft — wir geben an, welcher Abschrift wir folgen, damit Sie es können. Und wir stehen in keiner Verbindung zu Wikisource, zur Wikimedia Foundation oder zur Deutschen Nationalbibliothek.