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Versbuch

Trost an eine Mutter

Joachim Ringelnatz · 18831934

12 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1933

Starb dein Kind. Nun weine!Und dann wirst du glücklich sein.Denn das zarte, kleineLeben schwand noch quellenrein.

Lausche, was mit frommenWorten die Erinnerung spricht.Schlimmes konnte kommen.Nach dem Tode kommt es nicht.

Paßt ein KinderröckchenNiemals der erwachsenen Frau.

Abgeschnittene KinderlöckchenWerden nimmer grau.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
103 Gedichte, S. 53, 1. Auflage, Ernst Rowohlt, Berlin, 1933
Digitalisat
de.wikisource.org — „Trost an eine Mutter“, Fassung 3.778.583 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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