Anlass
Gedichte zur Hochzeit – 31 gemeinfreie Texte
Einunddreißig Gedichte im Bestand sind über Wörter wie Hochzeit, Braut und Trauung in diese Gruppe gekommen. Sie reichen von zehn bis 687 Zeilen, der Median liegt bei 47, und genau zwei bleiben unter der Marke, die eine Glückwunschkarte verträgt. Die Liste nennt zu jedem Titel Verfasser, Zeilenzahl und die Ausgabe, aus der die Fassung stammt.
31 Gedichte von 14 Verfasserinnen und Verfassern · davon 2 mit höchstens 12 Zeilen
Alle Gedichte: Hochzeit
Zuerst die Gedichte, die das Stichwort schon im Titel tragen, danach die kürzeren vor den längeren. Jede Zeilenzahl ist gezählt.
- Die BrautRainer Maria Rilke · 10 Zeilen
- HochzeitsliedConrad Ferdinand Meyer · 16 Zeilen
- Auf Ludwig Uhlands HochzeitGustav Schwab · 36 Zeilen
- Zu Ida’s HochzeitTheodor Fontane · 40 Zeilen
- Daddeldus Lied an die feste BrautJoachim Ringelnatz · 47 Zeilen
- Bey der Hochzeit des Hrn. SchultzKarl Streckfuß · 96 Zeilen
- Der VerschmähteJoachim Ringelnatz · 12 Zeilen
- WeiblichkeitGustav Schwab · 14 Zeilen
- MonologLili Grün · 15 Zeilen
- Die SeitenwundeConrad Ferdinand Meyer · 20 Zeilen
- Baumblüte in WerderAlfred Henschke · 22 Zeilen
- Die zweite NachtRichard Dehmel · 24 Zeilen
- Kleines VolkHeinrich Heine · 28 Zeilen
- Der arme PeterHeinrich Heine · 36 Zeilen
- Sylvester-NachtTheodor Fontane · 36 Zeilen
- Sylvester-NachtTheodor Fontane · 36 Zeilen
- Was treibt und tobt mein tolles Blut?Heinrich Heine · 43 Zeilen
- Das DampfroßAdelbert von Chamisso · 48 Zeilen
- Die ParteiGeorg Herwegh · 49 Zeilen
- Pompeji und HerculanumFriedrich Schiller · 56 Zeilen
- Ritter OlafHeinrich Heine · 81 Zeilen
- Nun hast du das Kaufgeld, nun zögerst du doch?Heinrich Heine · 83 Zeilen
- Schön-Margret und Lord WilliamTheodor Fontane · 84 Zeilen
- Hans Koch von EbingenGustav Schwab · 105 Zeilen
- Prinzessin SabbathHeinrich Heine · 152 Zeilen
- Die Maid von BodmannGustav Schwab · 175 Zeilen
- Sittah, die ZigeunerinTheodor Fontane · 196 Zeilen
- Rudolph und der GerberGustav Schwab · 202 Zeilen
- Robin HoodTheodor Fontane · 242 Zeilen
- HardensteinHeinrich Kämpchen · 433 Zeilen
- Von der schönen RosamundeTheodor Fontane · 687 Zeilen
Dieselben Gedichte, anders sortiert
Die häufigste Frage vor der Auswahl ist die Länge. Jede Untergruppe nennt die Regel, nach der sie gebildet ist — gezählt, belegt oder aus unserer eigenen Ordnung.
Lang genug zum Vorlesen (12)
Dreizehn bis vierzig Zeilen — etwa ein bis drei Minuten laut gelesen. Gezählt.
- HochzeitsliedConrad Ferdinand Meyer · 16 Zeilen
- Auf Ludwig Uhlands HochzeitGustav Schwab · 36 Zeilen
- Zu Ida’s HochzeitTheodor Fontane · 40 Zeilen
- WeiblichkeitGustav Schwab · 14 Zeilen
- MonologLili Grün · 15 Zeilen
- Die SeitenwundeConrad Ferdinand Meyer · 20 Zeilen
- Baumblüte in WerderAlfred Henschke · 22 Zeilen
- Die zweite NachtRichard Dehmel · 24 Zeilen
- Kleines VolkHeinrich Heine · 28 Zeilen
- Der arme PeterHeinrich Heine · 36 Zeilen
- Sylvester-NachtTheodor Fontane · 36 Zeilen
- Sylvester-NachtTheodor Fontane · 36 Zeilen
Aus dem 19. Jahrhundert und davor (24)
Der Verfasser starb vor 1900. Das Sterbejahr ist aus dem GND-Datensatz der Deutschen Nationalbibliothek belegt.
- HochzeitsliedConrad Ferdinand Meyer · 16 Zeilen
- Auf Ludwig Uhlands HochzeitGustav Schwab · 36 Zeilen
- Zu Ida’s HochzeitTheodor Fontane · 40 Zeilen
- Bey der Hochzeit des Hrn. SchultzKarl Streckfuß · 96 Zeilen
- WeiblichkeitGustav Schwab · 14 Zeilen
- Die SeitenwundeConrad Ferdinand Meyer · 20 Zeilen
- Kleines VolkHeinrich Heine · 28 Zeilen
- Der arme PeterHeinrich Heine · 36 Zeilen
- Sylvester-NachtTheodor Fontane · 36 Zeilen
- Sylvester-NachtTheodor Fontane · 36 Zeilen
- Was treibt und tobt mein tolles Blut?Heinrich Heine · 43 Zeilen
- Das DampfroßAdelbert von Chamisso · 48 Zeilen
- Die ParteiGeorg Herwegh · 49 Zeilen
- Pompeji und HerculanumFriedrich Schiller · 56 Zeilen
- Ritter OlafHeinrich Heine · 81 Zeilen
- Nun hast du das Kaufgeld, nun zögerst du doch?Heinrich Heine · 83 Zeilen
- Schön-Margret und Lord WilliamTheodor Fontane · 84 Zeilen
- Hans Koch von EbingenGustav Schwab · 105 Zeilen
- Prinzessin SabbathHeinrich Heine · 152 Zeilen
- Die Maid von BodmannGustav Schwab · 175 Zeilen
- Sittah, die ZigeunerinTheodor Fontane · 196 Zeilen
- Rudolph und der GerberGustav Schwab · 202 Zeilen
- Robin HoodTheodor Fontane · 242 Zeilen
- Von der schönen RosamundeTheodor Fontane · 687 Zeilen
Aus dem 20. Jahrhundert (7)
Der Verfasser starb 1900 oder später. Ebenfalls aus dem GND-Datensatz belegt.
- Die BrautRainer Maria Rilke · 10 Zeilen
- Daddeldus Lied an die feste BrautJoachim Ringelnatz · 47 Zeilen
- Der VerschmähteJoachim Ringelnatz · 12 Zeilen
- MonologLili Grün · 15 Zeilen
- Baumblüte in WerderAlfred Henschke · 22 Zeilen
- Die zweite NachtRichard Dehmel · 24 Zeilen
- HardensteinHeinrich Kämpchen · 433 Zeilen
Welches dieser Gedichte passt zu welcher Hochzeit
Der Bestand ist schmal und ungleich verteilt: 31 Texte von vierzehn Verfassern. Sieben stammen von Theodor Fontane, sechs von Heinrich Heine, fünf von Gustav Schwab; Joachim Ringelnatz und Conrad Ferdinand Meyer sind mit je zweien vertreten. Die übrigen neun Namen – Rainer Maria Rilke, Lili Grün, Alfred Henschke, Richard Dehmel, Adelbert von Chamisso, Georg Herwegh, Friedrich Schiller, Karl Streckfuß und Heinrich Kämpchen – kommen auf je ein Gedicht. Achtzehn der einunddreißig Texte gehen damit auf drei Verfasser zurück. Wer eine Trauung mit vier gereimten Zeilen bestreiten will, wird in dieser Gruppe nicht fündig.
Die Zeilenzahlen laufen weit auseinander, und der Bestand kippt nach oben. Zwei Gedichte haben neun bis zwölf Zeilen, vier dreizehn bis zwanzig, acht einundzwanzig bis vierzig, fünf einundvierzig bis achtzig – und zwölf mehr als achtzig. Kürzer als zehn Zeilen ist keines. Der längste Eintrag, „Von der schönen Rosamunde“ von Theodor Fontane nach der Ausgabe von 1905, hat 687 Zeilen und ist eher ein Buchkapitel in Versen als etwas, das zwischen zwei Gängen vorgetragen wird. Die erste Auswahlfrage ist deshalb die Länge, nicht der Name des Verfassers.
Kurz genug für eine Karte sind genau zwei Gedichte. „Die Braut“ von Rainer Maria Rilke hat zehn Zeilen, steht in einer Druckausgabe von 1906 und beginnt mit der Anrede „Ruf mich, Geliebter, ruf mich laut!“. „Der Verschmähte“ von Joachim Ringelnatz hat zwölf Zeilen, Druckjahr 1910, und setzt mit „Hell strahlen die festlichen Wände,“ ein. Mehr als Titel, Länge, Jahr und Anfang steht an dieser Stelle über beide nicht; wie sie weitergehen, zeigt der vollständige Text auf der jeweiligen Gedichtseite. Wer sicher sein will, dass ein Zitat zum Anlass passt, liest es vorher ganz.
Vier Gedichte liegen zwischen dreizehn und zwanzig Zeilen. „Weiblichkeit“ von Gustav Schwab, 1828 gedruckt, hat vierzehn Zeilen und beginnt mit „An dünnen Fäden lieblich aufgesaitet,“. „Monolog“ von Lili Grün, 1929, hat fünfzehn Zeilen und fängt mit einem einzelnen Wort an: „Adieu!“. „Hochzeitslied“ von Conrad Ferdinand Meyer, 1882, umfasst sechzehn Zeilen und beginnt mit „Aus der Eltern Macht und Haus“ – eine Zeile, die sich in einer Rede der Eltern oder der Trauzeugin aufgreifen lässt. Vom selben Verfasser und aus derselben Ausgabe stammt „Die Seitenwunde“ mit zwanzig Zeilen.
Acht Texte liegen zwischen einundzwanzig und vierzig Zeilen, die übliche Länge für einen Beitrag zwischen zwei Programmpunkten. Dazu gehören „Baumblüte in Werder“ von Alfred Henschke, 1927, 22 Zeilen, dessen erste Zeile lautet: „Tante Klara ist schon um ein Uhr mittags besinnungslos betrunken.“; „Die zweite Nacht“ von Richard Dehmel, 1893, 24 Zeilen; „Kleines Volk“ von Heinrich Heine, 1851, 28 Zeilen, Anfang „In einem Pißpott kam er geschwommen,“; und „Auf Ludwig Uhlands Hochzeit“ von Gustav Schwab, 1828, 36 Zeilen. Die ersten Zeilen sprechen für sich – und sie ersparen niemandem, den Text vor dem Vortrag ganz zu lesen.
Ein Titel steht hier zweimal: „Sylvester-Nacht“ von Theodor Fontane, beide Male mit 36 Zeilen und beide Male mit dem Anfang „Das Dorf ist still, still ist die Nacht,“, einmal nach der Ausgabe von 1851, einmal nach der von 1905. Die Druckjahre der ganzen Gruppe reichen von 1804 bis 1929; acht Einträge tragen ein Jahr aus den 1820ern, je sechs eines aus den 1850ern und den 1900ern. Das Jahr benennt die Ausgabe, aus der der Text übernommen ist, nicht seine Entstehung – wer es weitergibt, sollte es so bezeichnen.
Zwölf der einunddreißig Texte sind länger als achtzig Zeilen, mehr als ein Drittel des Bestands. „Hardenstein“ von Heinrich Kämpchen, 1909 gedruckt, hat 433 Zeilen und trägt als oberste Zeile den Vermerk „(Ein Heimatsang.)“. „Robin Hood“ von Theodor Fontane, 1905, kommt auf 242 Zeilen, „Rudolph und der Gerber“ von Gustav Schwab, 1828, auf 202, „Sittah, die Zigeunerin“ von Fontane, 1851, auf 196 und „Die Maid von Bodmann“, wieder Schwab, 1828, auf 175. Heines „Prinzessin Sabbath“ aus der Ausgabe von 1851 hat 152 Zeilen. Solche Umfänge brauchen eine angekündigte Lesung, keinen Programmpunkt.
Die Faustregel für die Auswahl ist die Länge. Auf eine Karte passen vier bis zwölf Zeilen, weil darunter die eigenen Zeilen und die Unterschrift noch Platz brauchen. Eine Rede trägt zwanzig bis vierzig Zeilen, wenn dazwischen gesprochen wird; alles darüber will vorgelesen werden, mit Blatt in der Hand und einer Pause davor. Passt nur eine Strophe, dann nehmen Sie eine Strophe – und schreiben Sie darunter, dass es eine ist, etwa „zweite Strophe aus …“. Ohne diesen Hinweis liest sich ein gekürztes Gedicht wie ein anderes Gedicht.
Auch hier sind sämtliche Verfasser seit mindestens siebzig vollen Kalenderjahren tot, weshalb das Urheberrecht nach § 64 in Verbindung mit § 69 UrhG erloschen ist: Die Texte lassen sich abschreiben, drucken, vertonen, vortragen und verkaufen, ohne dass jemand um Erlaubnis gefragt werden müsste. Für Übersetzungen und neuere Bearbeitungen gilt das nicht; sie sind nach § 3 UrhG eigene Werke mit eigener Frist. Auffällige Schreibungen – „Gluth“ bei Heine, „In Arabiens Mährchenbuche“ zu Beginn von „Prinzessin Sabbath“, „Ueber ihre Thore“ am Anfang der „Seitenwunde“ oder „Bey der Hochzeit des Hrn. Schultz“ bei Karl Streckfuß – sind keine Tippfehler, sondern der Stand der jeweiligen Ausgabe.