An einen Freund ins Stammbuch
Gustav Schwab · 1792–1850
16 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1828
An Schwabens treu vereinigende Weine,Bei denen wir manch frohes Fest begangen:An Schwabens Mädchen, und vielleicht an Eine,Die unter schwäb’schen Tänzen dich befangen;An Schwabens Freunde, die getreu, wie keine,An Brüdern fest, wie an Geliebten, hangen:An diese drei soll dich mit süßem AhnenMein vaterländ’scher Name stets gemahnen.
Und wirst du deß in nord’scher Heimath inne,Wird dann ein sanft Gefühl zurück dich ziehen;Kommt dir der liebe Frühling vor die Sinne,Wie der im fernen Schwabenland mag blühen;Denkst du an schwäb’schen Wein und schwäb’sche Minne,Und wie für dich dort alte Freunde glühen;So denk’ auch mein, und bei viel theuren BildernLaß mein Bild auch dir deine Sehnsucht mildern.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte. 1. Band, S. 37, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „An einen Freund ins Stammbuch“, Fassung 1.216.644 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.