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Versbuch

Auf eine Landcharte der Schweiz

Gustav Schwab · 17921850

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1828

Das ernste Land mit seinen Felsenstegen,Abgründen, Bergesriesen, eis’gen Zinnen,Es drängte meinen wanderlust’gen SinnenAuf diesem Blatte furchtbar sich entgegen.

Wer schützet mich auf den umdrohten Wegen,Verbeut dem Schnee, jäh vom Gebirg zu rinnen,Und wird mir hell, kann ich die Höh’n gewinnen,Das Wunderland zu meinen Füßen legen?

Da mahnt es mich, daß auch mein süßes LebenAll diese Berg’ und Thäler jüngst durchzogen:Schnell hab’ ich neu die Charte durchgeflogen.

Wie hell und freundlich alle Klüft’ und Höhen,Um die der Liebe Morgenschimmer wehen!O nur hinein! ist denn der Weg nicht eben?

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. 1. Band, S. 38, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „Auf eine Landcharte der Schweiz“, Fassung 1.526.359 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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