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Versbuch

An Pauline

Gustav Schwab · 17921850

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1828

Zwar von stolzen HaargeflechtenIst mir jüngst ein Wort entfahren ;Doch mit deinen blonden Haaren,Liebes Kind! will ich nicht rechten.

Von der ächten deutschen Farbe,In so schön gewundnen GlockenSenken sich die goldnen LockenReich, wie unsrer Felder Garbe;

Wallen um die Schultern lieblich,Ach! das will von Stolz nicht sagen;Sicher war’s in alten TagenSo bei deutschen Frauen üblich!

Dazu, liebes frommes Mühmchen! –(Was erröthest du so züchtig?)Leuchten blauvergißmeinnichtigDeine Aeuglein, wie ein Blümchen.

So voll Demuth ist ihr Lächeln,Jede Locke muß bescheiden,Selbst die stolzeste, dich kleiden,Dienstbar immer dich umfächeln.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. 1. Band, S. 62, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „An Pauline“, Fassung 1.371.545 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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