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Versbuch

Winternacht

Joseph von Eichendorff · 17881857

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1864

Verschneit liegt rings die ganze Welt,Ich hab’ nichts, was mich freuet,Verlassen steht der Baum im Feld,Hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller NachtUnd rüttelt an dem Baume,Da rührt er seinen Wipfel sachtUnd redet wie im Traume.

Er träumt von künft'ger Frühlingszeit,Von Grün und Quellenrauschen,Wo er im neuen BlütenkleidZu Gottes Lob wird rauschen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Werke. 1. Band. Biographische Einleitung und Gedichte. S. 607–608, Zweite Auflage, Voigt & Günther, Leipzig, 1864
Digitalisat
de.wikisource.org — „Winternacht (Joseph von Eichendorff)“, Fassung 3.779.813 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joseph von Eichendorff starb 1857; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1927 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118529390 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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