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Versbuch

Antwort

Joseph von Eichendorff · 17881857

15 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 2007

An H. Gf. v. Loeben

Demütig kniet ich vor der Jungfrau Bilde,Erflehend nur ein einzig Liebes-Zeichen,Das nicht in Angst und Pein möcht von mir weichen.Sie gab mir — Mut und Andacht milde.

Nun drängt ein Schmerz mich süß und sanft und wilde,Daß ich mir ihrer Wunder Himmelreichen,Die weiter als mein irdsches Leben reichen,Wie ich sie himmlisch schau, die Schöne bilde.

Mir fehlen Töne noch und Himmels-Frieden;Dir ward Erfüllung frühe schon beschieden,Dein Himmel ist, wo zauberte dein Beten.

Hast du den höchsten Wunsch mir nun genommen,Werd ich demutsvoll wieder vor dich treten;Eins sein mit dir, kann nur allein mir frommen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Werke in einem Band. ISBN 3-446-20846-1. S. 373-374, 6. Auflage, Hanser, München, 2007
Digitalisat
de.wikisource.org — „Antwort“, Fassung 3.780.182 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joseph von Eichendorff starb 1857; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1927 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118529390 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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