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Versbuch

November

Heinrich Kämpchen · 18471912

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1909

Nun ist in SturmestosenDas Sonnengold verglüht,Verblüht sind alle Rosen,Die Astern auch verblüht. –

Und wie des Waldes BäumeEntblättert steh’n und kahl,So sind des Sommers TräumeVerblichen auch zumal. –

Fort ist das SchaugeprängeDer Farben blau und rot,Fort sind die Lustgesänge,Die Feld und Wald uns bot. –

Schon zieht’s mit leisem BebenDurch die bereifte Flur,Und finst’re Mächte webenDas Bahrtuch der Natur. –

Wie lange noch, wie lange?Dann ist das Werk vollbracht –Und sie, die todesbange,Schläft in der Winternacht. –

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Was die Ruhr mir sang, S. 64-65, Hansmann & Co., Bochum, 1909
Digitalisat
de.wikisource.org — „November (Kämpchen)“, Fassung 2.362.568 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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