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Versbuch

Reue

Heinrich Kämpchen · 18471912

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1909

Was ich bereue? – Daß ich nicht das GlückDer Liebeslust in vollem Zug genossen –Und daß so mancher rasche AugenblickFür mich ist ungenützt dahingeflossen. –

Daß ich so oft der Schönheit ging vorbei,Mit Sehnsucht und mit knabenhaftem Bangen,Daß ich in blöder JugendeseleiNicht zugriff, wenn die Frucht vor mir gehangen. –

Dahin, dahin – und ohne Wiederkehr,Und keine Hoffnung gibt dem Herzen Labe –Das macht mir die Erinnerung doppelt schwer,Das ist die Reu, die ich im Alter habe. –

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Was die Ruhr mir sang, S. 152, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
Digitalisat
de.wikisource.org — „Reue (Kämpchen)“, Fassung 1.103.943 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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