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Versbuch

Frühlingstrauer

Heinrich Kämpchen · 18471912

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1909

Wenn der Frühling wiederkehret,Bringt er Blumen ohne Zahl,Eine Blume kehrt nicht wieder,Kommt der Lenz auch tausendmal.

Diese eine holde Blume,Die der rauhe Nord geknickt,War mein Lieb, mein schön’res Leben,Das der Himmel mir geschickt.

Tausend bunte BlumenaugenLeuchten in der Sonne Pracht,Meine arme süße BlumeSchlummert in der Todesnacht.

Wenn die andern Blumen sterben,Weckt sie neu der Frühlingsstrahl,Meine Blume kehrt nicht wieder,Kommt der Lenz auch tausendmal.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Was die Ruhr mir sang, S. 63, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
Digitalisat
de.wikisource.org — „Frühlingstrauer (Kämpchen)“, Fassung 2.333.385 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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