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Versbuch

Die Gesänge

Gustav Schwab · 17921850

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1828

Oft im Gewitter, Trübes mir zu schönen,Erhuben sich die Göttinnen des Sanges,Der Donner hallte fürchterlichen Klanges;Es war der Ode mächtig kühnes Tönen.

Die Elegie erschien in Himmelsthränen;Der Regen tropfte ernst herab durch bangesGewölk’, ein Bild sehnsüchtig weichen Dranges:Des Liedes Sonne stillte bald sein Sehnen.

Da sah ich zart gewölbt, in lichter Bläue,von Regen eine Mischung und von Sonne,Im Farbenschmelz den Regenbogen wallen.

Ob auch ein ferner Donner rollend dräue,Sein Arm umfasset Berg und Thal in Wonne:So lächelt tröstlich das Sonett vor allen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. 1. Band, S. 18, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Gesänge“, Fassung 3.508.711 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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