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Versbuch

Das Wort der Liebe

Gustav Schwab · 17921850

24 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1828

O aller Berge Quellen,Tönt mit berauschten WellenVernehmlich durch die Luft,O aller Thäler Bäume,Säuselt mir leise Träume,Und sendet süßen Duft!

Es sollen alle SinneDer Freude werden inne,Die heut mein Herz begeht,In allen Farben, TönenLebe das Wort der Schönen,Das mir im Geiste steht!

Der Liebe Wort, das zitternd,Und inniglich erschütterndDurch meine Seele dringt,In ew’gen WiederhallenHör’ ich es rings erschallen,So daß es nie verklingt.

Und wenn die Quellen schweigenUnd wenn die Bäume neigenIhr Haupt in welker Zier;Im Herzen ewig klingen,Blühen und lieblich singenWird doch das Wort von Ihr.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. 1. Band, S. 82, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das Wort der Liebe“, Fassung 2.573.447 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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