Meinem Freunde Detlev, dem Dichter Liliencron
Richard Dehmel · 1863–1920
14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1893
Doch hör’ich noch der Tausende Entzückenund Ihn von seinen goldnen Sternen sprechenund sehe noch ihn seine Rosen brechenund noch den Kranz das Haupt ihm blutig drücken.
Sie lagen jubelnd an den Silberbächenund ließen sich mit seinen Blumen schmückenund sahn ihn Blüte nur um Blüte pflückenund nicht die Dornen ihm die Stirn zerstechen.
Sie waren Alle jammernd hergekrochenund Jeder sprach von Plagen ohne Zahl,er hatte Allen alle weggesprochen,
verschmachtet sank er hin am Bachesrande;da starrten sie, da sahn sie seine Qual – –So träumte mir von unserm Vaterlande.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Aber die Liebe, 1. Auflage, Dr. E. Albert & Co. Separat-Conto, München, 1893
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Ecce Poeta!“, Fassung 1.479.428 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Richard Dehmel starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118679236 der Deutschen Nationalbibliothek.
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