Von silbernen Mondesflittern
Marie Eugenie Delle Grazie · 1864–1931
17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1892
7.
Von silbernen MondesflitternDurchleuchtet träumt das Meer,Die Lüfte beben und zitternSo heiß und traumesschwer.
Aufsteigt aus des Gartens TiefeDer blüh’nden Magnolien Duft —Ein Hauch, betäubend, als schliefeDarin des Südens Luft;
Der Liebe beklemmender Schauer,Die schwüle Narkose der Lust,Und süß gebundene TrauerEiner stummen Menschenbrust....
Könnt’ ich euch Sprache verleihen,Ihr schimmernden Kelche, ihr,Ihr würdet vor Sehnsucht aufschreien,Vor Wonne schluchzen, gleich mir!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Italische Vignetten, S. 111, Breitkopf und Härtel, Leipzig, 1892
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Von silbernen Mondesflittern“, Fassung 585.121 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Marie Eugenie Delle Grazie starb 1931; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2001 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118746278 der Deutschen Nationalbibliothek.
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