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Versbuch

Glück

Otto Ernst · 18621926

8 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1907

Um einen Trunk bat mich zur Nacht mein Kind,Mein wilder Kamerad in Spiel und Scherzen.Sein Stimmchen bettelte so warm und lind –Und reiche Liebe strömte mir vom Herzen.

Es schaute groß und still mich an beim TrinkenUnd gab verschwieg’nen Dank, indem es nahm,Und schien in meinen Anblick zu versinken,Als tränk’ es mit, was mir vom Herzen kam.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Siebzig Gedichte S. 99, 1. Auflage, L. Staackmann, Leipzig, 1907
Digitalisat
de.wikisource.org — „Glück (Otto Ernst)“, Fassung 2.561.786 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Otto Ernst starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118682342 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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