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Versbuch

Abschied

Marie Eugenie Delle Grazie · 18641931

20 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1892

Vollmondnacht! Von allen HügelnNieselt’s silberblau in’s Meer,Auf des Südwind’s trägen FlügelnSchwimmt’s narkotisch zu mir her –Vollmondnacht!

Wund mein Herz .... der Wogen RauschenScheucht die Ruh’ von meinem Pfühl –Wie’s mich lockt, hinabzulauschen,In die Nacht, so ahnungsschwül –Wund mein Herz ....

Sieh’, da winkt es aus den Fluthen,Geisterhaft – Neapel’s Bild!Meine Seel’ fühl’ ich verblutenUnd mein Herz pocht heiß und wild –Sieh’, da winkt’s!

Und Vineta’s muß ich denken,Ach! und jedes Augenblick’s,Da ich fern’ werd’ dein gedenken,Du Vineta meines Glück’s –Meines Glück’s!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Italische Vignetten, S. 87, Breitkopf und Härtel, Leipzig, 1892
Digitalisat
de.wikisource.org — „Abschied (Delle Grazie)“, Fassung 2.573.907 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Marie Eugenie Delle Grazie starb 1931; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2001 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118746278 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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