Beatrice Cenci
Marie Eugenie Delle Grazie · 1864–1931
17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1892
(Von Guido Reni.)
Augen giebt’s, die das VerhängnisRufen.... klugen, wehdurchzuckt,Drin wie ein Gespenst die AhnungKünftigen Entsetzens spukt;
Lippen, deren hellstes LächelnSo von Müdigkeit umweht,Wie im Mund des HoffnungslosenEin verröchelndes: „Zu spät!“
Ach, und einer Schönheit Zauber,Wie sie Grabgeweihte schmückt,Eh’ der Tod sein hehres SiegelAuf die Stirn der Opfer drückt –
Aber daß du sie vernichtestUnd besudelst fürchterlich,Diese Märtyrer der Schönheit, –Dran, o Welt, erkenn’ ich dich!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Italische Vignetten, S. 43, Breitkopf und Härtel, Leipzig, 1892
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Beatrice Cenci“, Fassung 583.867 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Marie Eugenie Delle Grazie starb 1931; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2001 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118746278 der Deutschen Nationalbibliothek.
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