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Versbuch

Auf der Reise

Karl Streckfuß · 17781844

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1804

Der Heimath angeknüpft durch zarte Bande,Riss ich mit wundem Herzen sie entzwey,Da trat dem Streitenden die Hoffnung bey,Und zeigte lächelnd hin in ferne Lande.

Dort, sprach sie, keimt die Lieb’ und Leben neu,Die Freundschaft, die sich weinend von dir wandte,Entblühet jung Italiens mildem Strande,Und ist dir wie die alte hold und treu.

Nun seh’ ich Berg’ und Thäler rückwärts eilen,Doch immer vorwärts strebt mein reger SinnNach meines Zieles dunkler Ferne hin.

Diess Streben soll mir alle Wunden heilen,Und einzig diene die VergangenheitAls treue Sclavin nur der künft’gen Zeit.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 47, 1, J. V. Degen, Wien, 1804
Digitalisat
de.wikisource.org — „Auf der Reise“, Fassung 4.645.507 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Karl Streckfuß starb 1844; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1914 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 117313165 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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