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Versbuch

Todtenopfer für L. A. P.

Gustav Schwab · 17921850

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1828

War mir ein heiter Liebesloos gefallen,Ein sel’ger Tanz, ein Gruß auf stillen Auen:Ich eilt’ hinweg, ganz dir mich zu vertrauen,In deine Brust goß ich mein Glück vor Allen.

Auch heute tret’ ich aus den theuren Hallen,Noch glaub’ ich Sie zu hören und zu schauen;Nun such’ ich Dich, und muß in Still und GrauenEinsam nach deinem frischem Grabe wallen.

Die Freude rauschet noch vor meinen Ohren,Und webt mir auf die Lippen süße Lieder:Du schläfst, und Antwort hoff’ ich, ach, vergebens.

O dränge doch aus meiner Brust verlorenIn deinen Todestraum sich mischend niederZu deiner Gruft ein heitrer Ton des Lebens!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. 1. Band, S. 39, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „Todtenopfer für L. A. P.“, Fassung 1.526.360 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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