Mondnacht
Joseph von Eichendorff · 1788–1857
12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1864
Es war, als hätt’ der HimmelDie Erde still geküßt,Daß sie im BlütenschimmerVon ihm nun träumen müßt’.
Die Luft ging durch die Felder,Die Aehren wogten sacht,Es rauschten leis die Wälder,So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannteWeit ihre Flügel aus,Flog durch die stillen Lande,Als flöge sie nach Haus.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Joseph Freiherrn von Eichendorff’s sämmtliche Werke. 1. Band. Biographische Einleitung und Gedichte. S. 604, Zweite Auflage, Voigt & Günther, Leipzig, 1864
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Mondnacht“, Fassung 4.067.390 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joseph von Eichendorff starb 1857; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1927 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118529390 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.