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Versbuch

Ostern

Joseph von Eichendorff · 17881857

12 Zeilen · zuerst gedruckt 1841

Vom Münster Trauerglocken klingen,Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.Zur Ruh’ sie dort dem Toten singen,Die Lerchen jubeln: Wache auf!Mit Erde sie ihn still bedecken,Das Grün aus allen Gräbern bricht,Die Ströme hell durchs Land sich strecken,Der Wald ernst wie in Träumen spricht,Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,So weit ins Land man schauen mag,Es ist ein tiefes FrühlingsschauernAls wie ein Auferstehungstag.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, 1841
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ostern (Eichendorff)“, Fassung 3.779.751 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joseph von Eichendorff starb 1857; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1927 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118529390 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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