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Versbuch

Herbstblumen

Friedrich Rückert · 17881866

12 Zeilen · zuerst gedruckt 1841

In des Herbstes weicher LuftHab’ ich dir den Strauß gepflückt,Auf der Schöpfung stiller GruftNoch mit Farben bunt geschmückt.Alle Farben sind hier, schau,Wie sie nur der Frühling bot,Violet, gelb, weiß und blau,Nur kein brennend-heißes Roth.Mit der Sommerlüfte GlühnIst erloschen Rosenbrand,Aber blassre Blumen blühnSchön noch an des Lebens Rand.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 682, Johann David Sauerländer, Frankfurt am Main, 1841
Digitalisat
de.wikisource.org — „Herbstblumen“, Fassung 4.467.061 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Friedrich Rückert starb 1866; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1936 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118603817 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.