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Versbuch

Weihnachten

Joseph von Eichendorff · 17881857

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1864

Markt und Straßen stehn verlassen,Still erleuchtet jedes Haus,Sinnend geh’ ich durch die Gassen,Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben FrauenBuntes Spielzeug fromm geschmückt,Tausend Kindlein stehn und schauen,Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den MauernBis hinaus in’s freie Feld,Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,Aus des Schneees EinsamkeitSteigt’s wie wunderbares Singen –O du gnadenreiche Zeit!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Joseph Freiherrn von Eichendorff‘s sämmtliche Werke. 1. Band. Seite 603, 2. Auflage, Voigt & Günther, Leipzig, 1864
Digitalisat
de.wikisource.org — „Weihnachten (Eichendorff)“, Fassung 3.466.764 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joseph von Eichendorff starb 1857; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1927 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118529390 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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