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Versbuch

Nähe des Geliebten

Johann Wolfgang von Goethe · 17491832

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1827

Ich denke dein, wenn mir der Sonne SchimmerVom Meere strahlt;Ich denke dein, wenn sich des Mondes FlimmerIn Quellen mahlt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen WegeDer Staub sich hebt;In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen StegeDer Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem RauschenDie Welle steigt.Im stillen Haine geh’ ich oft zu lauschen,Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seyst auch noch so ferne,Du bist mir nah!Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.O wärst du da!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Goethe’s Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. Erster Band. Seite 58, J. G. Cotta’sche Buchhandlung, Stuttgart und Tübingen, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Nähe des Geliebten (1827)“, Fassung 2.344.699 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Johann Wolfgang von Goethe starb 1832; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1902 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118540238 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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