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Versbuch

Rastlose Liebe

Johann Wolfgang von Goethe · 17491832

20 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1789

Dem Schnee, dem Regen,Dem Wind entgegen,Im Dampf der Klüfte,Durch Nebeldüfte,Immer zu! Immer zu!Ohne Rast und Ruh!

Lieber durch LeidenMöcht’ ich mich schlagen,Als so viel FreudenDes Lebens ertragen.Alle das NeigenVon Herzen zu Herzen,Ach wie so eigenSchaffet das Schmerzen!

Wie soll ich fliehen?Wälderwärts ziehen?Alles vergebens!Krone des Lebens,Glück ohne Ruh,Liebe, bist du!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Johann Wolfgang von Goethe: Goethes Schriften. Achter Band, Leipzig: G. J. Göschen. 1789. Seite 147–148, G. J. Göschen, Leipzig, 1789
Digitalisat
de.wikisource.org — „Rastlose Liebe“, Fassung 605.017 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Johann Wolfgang von Goethe starb 1832; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1902 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118540238 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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