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Versbuch

In Danzig

Joseph von Eichendorff · 17881857

17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1864

1842.

Dunkle Giebel, hohe Fenster,Thürme tief aus Nebeln sehn,Bleiche Statuen wie GespensterLautlos an den Thüren stehn.

Träumerisch der Mond drauf scheinet,Dem die Stadt gar wohl gefällt,Als läg’ zauberhaft versteinetDrunten eine Märchenwelt.

Ringsher durch das tiefe Lauschen,Ueber alle Häuser weit,Nur des Meeres fernes Rauschen –Wunderbare Einsamkeit!

Und der Thürmer wie vor JahrenSinget ein uraltes Lied:Wolle Gott den Schiffer wahren,Der bei Nacht vorüberzieht!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Joseph Freiherrn von Eichendorff’s sämmtliche Werke. Band 1. Biographische Einleitung und Gedichte. S. 432, 2. Auflage, Leipzig, Voigt & Günther, 1864
Digitalisat
de.wikisource.org — „In Danzig“, Fassung 3.780.081 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joseph von Eichendorff starb 1857; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1927 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118529390 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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