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Versbuch

Deutschheit

Gustav Schwab · 17921850

15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1828

1810.Sie tönen alle laut in mir zusammenDie reinen Hymnen vaterländ’scher Dichter;In meinem deutschen Herzen wird es lichter:Nicht schäm’ ich mich, von solchem Volk zu stammen.

Ob auch erloschen seines Muthes Flammen,Doch immer aus geweihten Sängen spricht er;Es hält der Kraft Ermunterer und Richter,Der Dichtung Geist die Seelen noch beisammen.

So schallet über die gefällten Eichen,Und über des gestürzten Haines TrümmerDer Vögel lieblicher Gesang noch immer.

Sie singen ihre heil’gen GrabesliederAuf die gefall’nen Riesenstämme nieder,Und Wiegensang den neu aufblühnden Zweigen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. 1. Band, S. 20, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „Deutschheit“, Fassung 1.511.257 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.