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Versbuch

Mit dem grünen Lautenbande

Wilhelm Müller · 17941827

18 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1906

„Schad’ um das schöne grüne Band,Daß es verbleicht hier an der Wand,Ich hab’ das Grün so gern!“So sprachst du, Liebchen, heut’ zu mir;Gleich knüpf’ ich’s ab und send’ es dir:Nun hab’ das Grüne gern!

Ist auch dein ganzer Liebster weiß,Soll Grün doch haben seinen Preis,Und ich auch hab’ es gern.Weil unsre Lieb’ ist immergrün,Weil grün der Hoffnung Fernen blühn,Drum haben wir es gern.

Nun schlingst du in die Locken deinDas grüne Band gefällig ein,Du hast ja ’s Grün so gern.Dann weiß ich, wo die Hoffnung wohnt,Dann weiß ich, wo die Liebe thront,Dann hab’ ich ’s Grün erst gern.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die schöne Müllerin, in: Gedichte von Wilhelm Müller. Vollständige kritische Ausgabe. S. 14, B. Behrs Verlag, Berlin, 1906
Digitalisat
de.wikisource.org — „Mit dem grünen Lautenbande“, Fassung 2.205.191 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Müller starb 1827; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1897 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11858524X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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