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Versbuch

Wanderschaft

Wilhelm Müller · 17941827

25 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1906

Das Wandern ist des Müllers Lust,Das Wandern!Das muß ein schlechter Müller sein,Dem niemals fiel das Wandern ein,Das Wandern.

Vom Wasser haben wir’s gelernt,Vom Wasser!Das hat nicht Rast bei Tag und Nacht,Ist stets auf Wanderschaft bedacht,Das Wasser.

Das sehn wir auch den Rädern ab,Den Rädern!Die gar nicht gerne stille stehn,Die sich mein Tag nicht müde drehn,Die Räder.

Die Steine selbst, so schwer sie sind,Die Steine!Sie tanzen mit den muntern ReihnUnd wollen gar noch schneller sein,Die Steine.

O Wandern, Wandern, meine Lust,O Wandern!Herr Meister und Frau Meisterin,Laßt mich in Frieden weiter ziehnUnd wandern.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die schöne Müllerin, in: Gedichte von Wilhelm Müller. Vollständige kritische Ausgabe. S. 4-5, B. Behrs Verlag, Berlin, 1906
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wanderschaft“, Fassung 2.205.152 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Müller starb 1827; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1897 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11858524X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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