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Versbuch

Weihnachtslied

Theodor Storm · 18171888

15 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1885

Vom Himmel in die tiefsten KlüfteEin milder Stern herniederlacht;Vom Tannenwalde steigen DüfteUnd hauchen durch die Winterlüfte,Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,Das ist die liebe Weihnachtszeit!Ich höre fernher KirchenglockenMich lieblich heimathlich verlockenIn märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,Anbetend, staunend muß ich stehn;Es sinkt auf meine AugenliderEin goldner Kindertraum hernieder,Ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 7, 8. Auflage, Verlag der Gebrüder Paetel, Berlin, 1885
Digitalisat
de.wikisource.org — „Weihnachtslied (Storm)“, Fassung 3.466.783 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Storm starb 1888; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1958 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118618725 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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