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Versbuch

Auf Ponte Sisto

Conrad Ferdinand Meyer · 18251898

8 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1882

Süß ist das Dunkel nach Gluten des Tags! Auf dämmernder BrückeSchau’ ich die Ufer entlang dieser unsterblichen Stadt.

Burgen und Tempel verwachsen zu Einer gewaltigen Sage!Unter mir hütet der Strom manchen verschollenen Hort.Dort in der Flut eines Nachens Gespenst! Ist’s ein flüchtiger Kaiser?Ist es der „Jakob von Kahn“, der Buonarotti geführt?Gellend erhebt sich Gesang in dem Boot zum Ruhme des Liebchens.Horch! Ein lebendiger Mund fordert lebendiges Glück.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 300, 1. Auflage, Verlag von H. Haessel, Leipzig, 1882
Digitalisat
de.wikisource.org — „Auf Ponte Sisto“, Fassung 2.084.999 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Conrad Ferdinand Meyer starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118581775 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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