Die Stadt
Theodor Storm · 1817–1888
15 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1889
Am grauen Strand, am grauen MeerUnd seitab liegt die Stadt;Der Nebel drückt die Dächer schwer,Und durch die Stille braust das MeerEintönig um die Stadt.
Es rauscht kein Wald, es schlägt im MaiKein Vogel ohn’ Unterlaß;Die Wandergans mit hartem SchreiNur fliegt in Herbstesnacht vorbei,Am Strande weht das Gras.
Doch hängt mein ganzes Herz an dir,Du graue Stadt am Meer;Der Jugend Zauber für und fürRuht lächelnd doch auf dir, auf dir,Du graue Stadt am Meer.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte, S. 9, 8. Auflage, Verlag der Gebrüder Paetel, Berlin, 1889
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Die Stadt (Storm)“, Fassung 3.577.041 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Theodor Storm starb 1888; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1958 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118618725 der Deutschen Nationalbibliothek.
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