Epoche
Gedichte des Realismus
Der Realismus umfasst hier 696 Gedichte, drei Viertel davon von Theodor Fontane, Conrad Ferdinand Meyer und Wilhelm Busch. Die Spanne reicht vom Zweizeiler bis zu 687 Zeilen; 201 Gedichte bleiben unter dreizehn Zeilen. Zu jedem Text ist die Druckausgabe genannt, aus der er stammt.
696 Gedichte von 10 Verfasserinnen und Verfassern · davon 201 mit höchstens 12 Zeilen
Verfasserinnen und Verfasser dieser Epoche
Nach Geburtsjahr geordnet.
Gedichte aus dieser Epoche
120 von 696 Gedichte, kürzestes zuerst. Die vollständige Liste steht auf der Seite der jeweiligen Verfasserin oder des Verfassers.
- Unter ein Bildniß Adolf Menzel’sTheodor Fontane · 2 Zeilen
- Vor einer BüsteConrad Ferdinand Meyer · 2 Zeilen
- WahlTheodor Fontane · 2 Zeilen
- Beim Lesen einer SpruchsammlungTheodor Fontane · 4 Zeilen
- GeschichtschreibungTheodor Fontane · 4 Zeilen
- LiebesjahrConrad Ferdinand Meyer · 4 Zeilen
- MaientagConrad Ferdinand Meyer · 4 Zeilen
- WundConrad Ferdinand Meyer · 4 Zeilen
- Wenn alles sitzenbliebeWilhelm Busch · 5 Zeilen
- AusgangTheodor Fontane · 6 Zeilen
- Das SchiffMarie von Ebner-Eschenbach · 6 Zeilen
- Der ReisebecherConrad Ferdinand Meyer · 6 Zeilen
- Die Frage bleibtTheodor Fontane · 6 Zeilen
- Ein kleines LiedMarie von Ebner-Eschenbach · 6 Zeilen
- Großes KindTheodor Fontane · 6 Zeilen
- JuliTheodor Storm · 6 Zeilen
- Mein LebenTheodor Fontane · 6 Zeilen
- NeujahrsglockenConrad Ferdinand Meyer · 6 Zeilen
- SchlafTheodor Fontane · 6 Zeilen
- ZuspruchTheodor Fontane · 6 Zeilen
- Ach, ich fühl es! Keine TugendWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Denkst du dieses alte SpielWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Der Hausknecht in dem „Weidenbusch“Wilhelm Busch · 7 Zeilen
- Die Rose sprach zum MägdeleinWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Du willst sie nie und nie mehr wiedersehen?Wilhelm Busch · 7 Zeilen
- Er war ein grundgescheiter MannWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Es saß in meiner KnabenzeitWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Es wohnen die hohen GedankenWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Ferne Berge seh ich glühenWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Früher, da ich unerfahrenWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Gerne wollt ihr Gutes gönnenWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Gott ja, was gibt es doch für NarrenWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Ich habe von einem Vater gelesenWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Ich saß vergnüglich bei dem WeinWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Ich wußte, sie ist in der KüchenWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Sehr tadelnswert ist unser TunWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Sie hat nichts und du desgleichenWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Sie stritten sich beim Wein herumWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Thomas Harrison.Theodor Fontane · 7 Zeilen
- Was soll ich nur von eurer Liebe glauben?Wilhelm Busch · 7 Zeilen
- Zwischen diesen zwei gescheitenWilhelm Busch · 7 Zeilen
- Altes LiedAda Christen · 8 Zeilen
- Auf den BergenAda Christen · 8 Zeilen
- Auf Ponte SistoConrad Ferdinand Meyer · 8 Zeilen
- BeiderseitsWilhelm Busch · 8 Zeilen
- BeschränktWilhelm Busch · 8 Zeilen
- DanebenWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Der römische BrunnenConrad Ferdinand Meyer · 8 Zeilen
- Die SchändlicheWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Die Tante winkt, die Tante lachtWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Dolor TyrannusTheodor Fontane · 8 Zeilen
- DreihundertmalTheodor Fontane · 8 Zeilen
- Eingelegte RuderConrad Ferdinand Meyer · 8 Zeilen
- EppichConrad Ferdinand Meyer · 8 Zeilen
- FluchAda Christen · 8 Zeilen
- GedichteTheodor Fontane · 8 Zeilen
- GoldschnittlyrikAda Christen · 8 Zeilen
- Gut und böseWilhelm Busch · 8 Zeilen
- IdiosyncrasieWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Im HerbstTheodor Fontane · 8 Zeilen
- In HarmesnächtenConrad Ferdinand Meyer · 8 Zeilen
- Jetzt rede du!Conrad Ferdinand Meyer · 8 Zeilen
- Kennt der Kerl denn keine GnadeWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Kopf und HerzWilhelm Busch · 8 Zeilen
- KränzchenWilhelm Busch · 8 Zeilen
- La ComtesseAda Christen · 8 Zeilen
- Lache nichtWilhelm Busch · 8 Zeilen
- MariechenAda Christen · 8 Zeilen
- Mein LiedAda Christen · 8 Zeilen
- MittagTheodor Fontane · 8 Zeilen
- Nach dem SturmTheodor Fontane · 8 Zeilen
- NachruhmWilhelm Busch · 8 Zeilen
- NächtensTheodor Storm · 8 Zeilen
- Nicht beeidigtWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Oben und untenWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Pst!Wilhelm Busch · 8 Zeilen
- Publikum!Theodor Fontane · 8 Zeilen
- ReueWilhelm Busch · 8 Zeilen
- SäerspruchConrad Ferdinand Meyer · 8 Zeilen
- Schillers BestattungConrad Ferdinand Meyer · 8 Zeilen
- SeelenwanderungWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Sonst und jetztWilhelm Busch · 8 Zeilen
- SpätherbstTheodor Fontane · 8 Zeilen
- TröstlichWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Ueber die HaideTheodor Storm · 8 Zeilen
- UngenügendWilhelm Busch · 8 Zeilen
- Vor der ErnteConrad Ferdinand Meyer · 8 Zeilen
- Wie üblichWilhelm Busch · 8 Zeilen
- An BettinaTheodor Fontane · 9 Zeilen
- GrabschriftTheodor Fontane · 9 Zeilen
- Schein und SeinWilhelm Busch · 9 Zeilen
- SchwertspruchTheodor Fontane · 9 Zeilen
- Selig sind die AuserwähltenWilhelm Busch · 9 Zeilen
- Wärst du ein Bächlein, ich ein BachWilhelm Busch · 9 Zeilen
- Wenn mir mal ein Malheur passiertWilhelm Busch · 9 Zeilen
- Aber es bleibt auf dem alten FleckTheodor Fontane · 10 Zeilen
- An LischenTheodor Fontane · 10 Zeilen
- Hoch verehr ich ohne FrageWilhelm Busch · 10 Zeilen
- Summa SummarumTheodor Fontane · 10 Zeilen
- Ueberlaß es der ZeitTheodor Fontane · 10 Zeilen
- Wenn ich dereinst ganz alt und schwachWilhelm Busch · 10 Zeilen
- Als er noch krause Locken trugWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Also hat es dir gefallenWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Da kommt mir eben so ein FreundWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Das Bild des Mann‘s in nackter JugendkraftWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Das SeelchenConrad Ferdinand Meyer · 11 Zeilen
- Der alte Förster PüsterichWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Der alte Junge ist gottlobWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Die erste alte Tante sprachWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Die Liebe war nicht geringeWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Die Selbstkritik hat viel für sichWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Es kam ein Lump mir in die QuerWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Es sitzt ein Vogel auf dem LeimWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Es sprach der Fritz zu dem PapaWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Gestern war in meiner MützeWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Ich kam in diese Welt hereinWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Ich meine doch, so sprach er malWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Ich sah dich gern im SonnenscheinWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Laß doch das ew‘ge FragenWilhelm Busch · 11 Zeilen
- Man wünschte sich herzlich gute NachtWilhelm Busch · 11 Zeilen
Wer hier steht, wie lang die Texte sind, was Sie damit dürfen
Der Epochenname gehört in diesem Verzeichnis zum Verfasser. Ein Autor, den die Literaturgeschichte dem Realismus zurechnet, erscheint mit seinem ganzen hier vorliegenden Werk unter dieser Überschrift – gleich, ob ein Gedicht 1882 oder erst in einer Ausgabe des 20. Jahrhunderts gedruckt wurde. Das hat den Vorteil, dass man ein Werk zusammen sieht, und den Nachteil, dass die Überschrift über einzelnen Stücken nicht immer viel erklärt. Wer nach einem Ton sucht und nicht nach einer Schublade, liest deshalb besser die Anfangszeilen als die Epochenangabe.
Theodor Fontane steht mit 258 Gedichten hier, Conrad Ferdinand Meyer mit 188, Wilhelm Busch mit 186. Danach wird es schnell dünn: Ada Christen mit 44, Theodor Storm mit 13, Marie von Ebner-Eschenbach und Emanuel Geibel mit je 2, Gottfried Keller mit einem einzigen Gedicht. Diese Verteilung sollte man kennen, bevor man gezielt sucht. Wer ein Storm-Gedicht für eine Sommerfeier braucht, hat dreizehn zur Auswahl – etwa „Juli“ von 1889, sechs Zeilen, beginnend „Klingt im Wind ein Wiegenlied,“.
Ganz kurze Stücke gibt es vor allem als Spruch. Meyers „Vor einer Büste“ von 1882 besteht aus zwei langen Zeilen; die erste lautet „Bist du die träumende Bacche? Der Sterblichen lieblichste bist du!“. Fontanes „Wahl“, 1905 gedruckt, hat ebenfalls zwei Zeilen und beginnt trocken: „Du hast die Wahl nur zwischen zwein:“. Zweizeilig ist auch „Unter ein Bildniß Adolf Menzel’s“ von 1905. Solche Stücke stehen gut über einem Programm, unter einem Foto oder als Motto vor einer Rede, wo ein langes Gedicht den Anfang erschlagen würde.
Im Bereich von vier bis sechs Zeilen liegt der brauchbarste Vorrat. Von Conrad Ferdinand Meyer stammen „Liebesjahr“, „Maientag“ – „Englein singen aus dem blauen Tag,“ – und „Wund“, alle 1882 gedruckt und vierzeilig; sechs Zeilen haben „Der Reisebecher“ und „Neujahrsglocken“ aus demselben Band. Fontane liefert „Beim Lesen einer Spruchsammlung“ mit dem Anfang „Wie wohl mir’s thut,“ und „Geschichtschreibung“, beide 1905, beide vier Zeilen. Von Marie von Ebner-Eschenbach stehen die sechszeiligen Stücke „Das Schiff“ und „Ein kleines Lied“ zur Verfügung.
Zur Länge eine Faustregel: Was auf eine Karte soll, hat vier bis zwölf Zeilen; was eine Ansprache eröffnet, darf zwei Zeilen haben; was vorgelesen wird, verträgt zwanzig und mehr. Das längste Stück dieser Gruppe hat 687 Zeilen und gehört in eine Lesung, nicht in eine Traueranzeige. Wird nur eine Strophe verwendet, gehört der Hinweis darauf unter den Text – „erste Strophe aus …“. Das ist keine Formalität: Ohne den Hinweis liest der Empfänger einen Anfang als Ganzes und wundert sich über den Schluss.
Rechtlich sind Sie hier frei. Alle Verfasser sind seit mindestens siebzig vollen Kalenderjahren tot, ihr Urheberrecht ist damit erloschen (§ 64, § 69 UrhG), und das Sterbejahr stammt jeweils aus dem GND-Datensatz der Deutschen Nationalbibliothek. Sie brauchen weder Erlaubnis noch Lizenz, um ein Fontane-Gedicht in eine Schulmappe, ein Meyer-Gedicht in ein Konzertprogramm oder einen Busch-Vers auf ein Geburtstagsplakat zu setzen. Auch Vertonung, Verfilmung, Abwandlung und Verkauf sind erlaubt. Was weiter geschützt bleibt, sind Übersetzungen und neuere Bearbeitungen (§ 3 UrhG).
Die Jahreszahl neben einem Gedicht nennt die Ausgabe, aus der der Text hier stammt – nicht das Jahr, in dem er geschrieben wurde. Deshalb steht bei Wilhelm Buschs „Wenn alles sitzenbliebe“ die Angabe [1960] und bei zwei Gedichten von Ebner-Eschenbach die Jahreszahl 1982: Das sind spätere Druckausgaben gemeinfreier Texte. Für eine Quellenangabe ist diese Zahl die richtige, denn sie sagt, welcher Wortlaut hier wiedergegeben wird. Wer aus einer anderen Ausgabe zitiert, kann in Einzelheiten der Schreibung abweichen.
Alte Schreibungen sind stehen geblieben. „Wie wohl mir’s thut,“ bei Fontane trägt das h, das im 19. Jahrhundert in „thun“ üblich war und erst 1901 amtlich abgeschafft wurde. „Bildniß“ mit ß statt s zeigt dieselbe ältere Norm. Bei Meyer schreibt sich „langvergessnen“ ohne das e, das man heute setzen würde – eine Verkürzung, die im Vers das Maß hält. Nichts davon ist ein Fehler dieser Sammlung; es ist der Wortlaut der genannten Ausgabe, und wer ihn abschreibt, übernimmt ihn am besten unverändert.