Zum Inhalt springen
Versbuch

Widmung

Rudolf Lavant · 18441915

15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1881

Der Strom des Lichtes flutet vielgespalten,Nicht ungetheilt wie einst in unsern Tagen,Und die des Wissens weißes Banner tragen,An jedem Orte sollen sie’s entfalten.

Der Eifer darf zu keiner Zeit erkalten,Denn überall läßt sich die Wahrheit sagen,Auf jedem Felde wird die Schlacht geschlagen,Die große Schlacht des Neuen mit dem Alten.

Da läßt sich nicht das kleinste Blatt entbehren,Das Tausende in stillen Stunden lesen,Selbst unterhaltend sollen wir belehren.

So wird mit Fug zu einem Wissensspender,Der sonst das volle Gegentheil gewesen,Der gute alte, ehrliche — Kalender.R.L.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
off, Fink, Leipzig, 1881
Digitalisat
de.wikisource.org — „Widmung (Rud Lavant)“, Fassung 3.529.771 · Bearbeitungsstand „korrigiert“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rudolf Lavant starb 1915; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1985 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 10218299X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Rudolf Lavant

Alle Gedichte von Rudolf Lavant ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Naturalismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.