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Versbuch

Die Illusion

Richard Dehmel · 18631920

13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1893

Nach José Zorilla.

Was ist die Freude, das Glück, das Lebenohne den Traum von Hoffnung und von Ruhm!Eine Straße, endlos, öd, uneben:immer müder wird dein Pilgerthum.

Gieb mir Melodieen – oh nur eine,wiege das Herz in Träume, wenn es schreit,und dir wachsen ewige Marmorsteineaus der Asche der Vergessenheit!

Hoffnung. Ruhm. Was soll ich mich beklagen:ein Diadem zieht straalend vor mir her!Was thut’s, ein Leben wie ein Bettler tragen,wenn man stirbt wie Pindar und Homer!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Aber die Liebe, 1. Auflage, Dr. E. Albert & Co. Separat-Conto, München, 1893
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Illusion“, Fassung 3.513.637 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Richard Dehmel starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118679236 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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