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Versbuch

1. August 1914

Paul Haller · 18821920

20 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1922

Auf, Schweizer! Hört den VölkerföhnEuropas Tal durchstürmen!Schon glüht’s und sprüht’s aus banger Nacht.Nun stürmt’s und ruft zur FeuerwachtFür’s Land von allen Türmen.

Nun kreißt der Erde Mutterschoß,Armeen zu gebären.Laut stöhnt im Weh der alte Grund.Nun Schweizer, auf! uns ruft sein MundZum Starksein und Bewähren.

Ringsum erblüht die rote Schlacht,Ein Rosenfeld von Leichen.Uns sei der grause VölkertodZur Lebenspflicht ein AufgebotUnd mahnend Feuerzeichen!

Am Himmel schwingt ein neuer GottDie donnernden Gewalten.Ein Todesleuchten fern und nah. –Nun Schweizer, auf! der Sturm ist da,Nun betet zu dem alten!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 43, H. R. Sauerländer & Co., Aarau, 1922
Digitalisat
de.wikisource.org — „1. August 1914“, Fassung 3.081.834 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Paul Haller starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 119041952 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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