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Versbuch

Adie Wält

Paul Haller · 18821920

24 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1922

Wen i nume briegge chönntUnd’s den andere Lüte säge,Was mr iez mis Härz verbrönnt,Was i für es Läid mues träge!

Gester hani’s erst vernohUnd di drab zum Tod verschrocke;Myne lauft dr andere nohZ’Tanz und z’Märt und loht mi hocke.

Was mr zäme tribe händDinn und dusse hinder em Gatter,Niemer wäis’s as d’Chamerwänd,D’Mueter nid und nid de Vatter.

Iez het d’Wält kes Freudeli meh,Nüt meh, woni drab dörft lache.Wen i hütt de Sigerst gseh,Säg’ em, as er ’s Grab mues mache.

Suechet denn am Aareburt,Wo di schwarze Wide hange.We’ mr zäme chönnte furt,Wetti gwüß uf’s Stärbe blange!

Aber de isch wyt vo do,Schlycht hütt z’nacht uf andere Wäge; –Ganz eläigge mues i gohUnd darf niemerem adie säge.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 97, H. R. Sauerländer & Co., Aarau, 1922
Digitalisat
de.wikisource.org — „Adie Wält“, Fassung 3.866.843 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Paul Haller starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 119041952 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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