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Versbuch

Sta. Cecilia in Trastevere

Marie Eugenie Delle Grazie · 18641931

17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1892

(Von Maderna.)

Vor deinem Bildnis bin ich hingesunken,O Jungfrau, – Überwind’rin – Heldin du!Und hab’ verschmachtend tief in mich getrunkenDen Zauber deiner unentweihten Ruh’!

Dich hätt’ der Tod mit seinen plumpen QualenDahingestreckt? Begeist’rung war’s allein:Von Ihrem Blitz seh’ ich dein Antlitz strahlen,In dir verklärt sie noch den todten Stein!

Asbest erhielt sie deine heil’gen GliederWie sie geblüht; der Katakomben NachtGab unberührt und unverwest sie wieder –Zu rein warst du selbst für des Todes Macht!

Denn nur Begierd’ entweiht den Leib zu ZunderUnd Fäulnis, drin des Wurmes Brut erwarmt –Du aber blühtest, ein jungfräulich Wunder,Noch aus dem Grab, wie dich dein Gott umarmt!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Italische Vignetten, S. 42, Breitkopf und Härtel, Leipzig, 1892
Digitalisat
de.wikisource.org — „Sta. Cecilia in Trastevere“, Fassung 3.523.590 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Marie Eugenie Delle Grazie starb 1931; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2001 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118746278 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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