"Er"
Heinrich Kämpchen · 1847–1912
9 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1909
Er löschte aus, verglimmend, langsam, sacht,Wie eine Lampe löscht nach langer Nacht,Wird ihrem Dochte Oel nicht zugebracht. –
Die Flamme flackert dann und schwelt und zucktUnd wird zum Fünkchen, das sich ängstlich duckt,Bis es die Finsternis zuletzt verschluckt. –
So starb auch er – ihm hat der Tod die KraftIn jahrelangem Siechtum still entrafft,Bis er zusammenbrach, morsch und erschlafft. –
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Was die Ruhr mir sang, S. 42, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Er (Kämpchen)“, Fassung 1.097.002 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.
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