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Versbuch

Ein Gewitter steht am Himmel

Marie Eugenie Delle Grazie · 18641931

13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1892

3.

Ein Gewitter steht am Himmel,In der Ferne tost das MeerUnd der Wolken grau GewimmelJagt in wilder Hast daher.

Doch aus den Ruinen leuchtetSturmentrückter Bilder Pracht,Und vom Regen lind befeuchtetGlänzt der Marmor durch die Nacht;

Und ringsum herrscht tiefes Schweigen,Heil’ge Ruh umfängt die Stadt,Ruh’, wie sie nur Jenen eigen,Die der Tod geadelt hat!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Italische Vignetten, S. 94, Breitkopf und Härtel, Leipzig, 1892
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ein Gewitter steht am Himmel“, Fassung 3.674.486 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Marie Eugenie Delle Grazie starb 1931; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2001 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118746278 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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