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Versbuch

Den Fontainen Roms

Marie Eugenie Delle Grazie · 18641931

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1892

O wie so liebgewonnenHat euch mein trunk’nes HerzIhr zauberischen BronnenAus Marmelstein und Erz!

Im Hasten und im ZaudernGleich rhythmisch euer Fall –Wie Römerinnen plaudern,Ihr lehrt’s mit weichem Schall!

Welch’ Kichern und welch’ KosenIn euren Melodie’n:Bald überschäumend Tosen,Bald neckisches Entflieh’n;

Hier wonniges UmschlingenVoll Seligkeit und Glanz,Dort scherzhaft tolles RingenIm leichten Gaukeltanz –

Erscheint, weil fern’, auch blasserMir jetzt manch theurer Ort –Noch kichern eure WasserIn meinen Träumen fort!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Italische Vignetten, S. 39, Breitkopf und Härtel, Leipzig, 1892
Digitalisat
de.wikisource.org — „Den Fontainen Roms“, Fassung 3.468.722 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Marie Eugenie Delle Grazie starb 1931; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2001 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118746278 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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