Zum Inhalt springen
Versbuch

Talismann

Louise Otto-Peters · 18191895

17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1893

(Spätherbst 1849.)

Daß dieses Herz, das unruhvolle,Nicht ganz in sich verzagen darf,Auf welche öde, kalte ScholleEs auch ein hartes Schicksal warf!

Daß meine Augen leuchtend glänzen,Als schauten sie gelobtes Land,Als weilten sie auf Siegeskränzen,Anstatt auf Kett und Sklavenband!

Das dank ich einem Talismane,Den mir ein Bote Gottes gab,Ein Engel mit der Friedensfahne,Erhaben über Tod und Grab.

Und soll ich noch das Kleinod nennen?O liebe nur – dann ist es Dein!Dann magst Du’s einer Welt bekennen:Im Lieben nur ist Trost allein!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Mein Lebensgang. Gedichte aus fünf Jahrzehnten. S. 141, 1. Auflage, Moritz Schäfer, Leipzig, 1893
Digitalisat
de.wikisource.org — „Talismann“, Fassung 638.541 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Louise Otto-Peters starb 1895; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1965 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118590901 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Louise Otto-Peters

Alle Gedichte von Louise Otto-Peters ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Biedermeier und Vormärz

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.