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Versbuch

Am Schluß des Jahres 1849

Louise Otto-Peters · 18191895

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1893

Die Glocken hallen dumpf am Jahresende,In diesen schweren unheilvollen ZeitenIns Grab die deutsche Freiheit zu geleiten –Ach! ohne Hoffnung daß ihr Los sich wende!

Gefängniß, Flucht und Tod – das ist die SpendeFür Alle, die dem Vaterland sich weihten,Dem Volke Recht und Einheit zu erstreiten,Daß es zu einem Reiche sich verbände!

Und doch, und doch! – Die Freiheit kann nicht sterbenEin Volk, das sich so opferfroh gezeigt,Kann nicht für immer, kann nicht ganz verderben!

Und wenn auch jetzt der Hoffnung Saat verblüht –Wir säten doch – das Volk wird einst noch erbenUm was wir kämpfen und noch nicht erreicht.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Mein Lebensgang. Gedichte aus fünf Jahrzehnten. S. 142, 1. Auflage, Moritz Schäfer, Leipzig, 1893
Digitalisat
de.wikisource.org — „Am Schluß des Jahres 1849“, Fassung 637.957 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Louise Otto-Peters starb 1895; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1965 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118590901 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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