Geistes-Gruß
Johann Wolfgang von Goethe · 1749–1832
12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1789
Hoch auf dem alten Thurme steht,Des Helden edler Geist,Der, wie das Schiff vorübergeht,Es wohl zu fahren heißt.
„Sieh, diese Senne war so stark,Dieß Herz so fest und wild,Die Knochen voll von Rittermark,Der Becher angefüllt;
Mein halbes Leben stürmt’ ich fort,Verdehnt’ die Hälft’ in Ruh.Und du, du Menschen-Schifflein dort,Fahr immer, immer zu.“
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Johann Wolfgang von Goethe: Goethes Schriften. Achter Band, G. J. Göschen. 1789. Seite 149, G. J. Göschen, 1789
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Geistes-Gruß“, Fassung 2.199.544 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Johann Wolfgang von Goethe starb 1832; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1902 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118540238 der Deutschen Nationalbibliothek.
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