Herbstgefühl
Johann Wolfgang von Goethe · 1749–1832
16 Zeilen · zuerst gedruckt 1827
Fetter grüne, du Laub’,Am RebengeländerHier mein Fenster herauf!Gedrängter quellet,Zwillingsbeeren, und reifetSchneller und glänzend voller!Euch brütet der Mutter SonneScheideblick, euch umsäuseltDes holden HimmelsFruchtende Fülle;Euch kühlet des MondesFreundlicher Zauberhauch,Und euch bethauen, ach!Aus diesen AugenDer ewig belebenden LiebeVollschwellende Thränen.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Goethe’s Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. Erster Band. Seite 84, J. G. Cotta’sche Buchhandlung, Stuttgart und Tübingen, 1827
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Herbstgefühl (Goethe)“, Fassung 3.779.600 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Johann Wolfgang von Goethe starb 1832; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1902 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118540238 der Deutschen Nationalbibliothek.
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