Leid um Pascin
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
16 Zeilen in 9 Strophen · zuerst gedruckt 1932
(Juni 1930)
Ach, ist das Leben schwer.
Pascin nahm sich das Leben.
Nun steht ein Haus der Freundschaft leer,Wo sich so viel begeben.
Wie lang ist's her,Daß ich ihn dort verließ.Mir tat der Abschied heimlich weh.
Ich meine, daß ich nun ParisNie wiederseh.
Das Herz auf dem Montmartre brach.
Adieu Pascin. — Es bliebenZwei Bilder treu an meiner Wand.
Die Menschen, die ihm nachNoch leben und so lieben —:Ihr Wenigen, laßt Hand in Hand.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte dreier Jahre Seite 81, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Leid um Pascin“, Fassung 3.026.898 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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