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Versbuch

Kunst

Joachim Ringelnatz · 18831934

10 Zeilen · zuerst gedruckt 1910

Sie, die mitten im Haufen schreiten,Sie glauben und hoffen und lassen sich leiten.Die anderen, die vor dem Haufen gehen,Stolz ziehen sie hin mit klingendem Spiele.Sie können ein Stückchen vom Weg übersehenUnd sprechen immer vom nahen Ziele.Die dritten hinken abseits vom Haufen.Sie haben lächelnd Berge erstiegenUnd sahen in weiter Ferne schon liegenDas Meer, in dem die andern ersaufen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 54, 1. Auflage, Hans Sachs-Verlag Schmidt-Bertsch & Haist, München, Leipzig, 1910
Digitalisat
de.wikisource.org — „Kunst (Ringelnatz)“, Fassung 3.528.587 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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